Die Unis von heute sind die Talentschmieden von morgen – hier werden die Fachkräfte ausgebildet, die in Zukunft Unternehmen prägen und voranbringen. Doch Universitäten sind weit mehr als nur Ausbildungsstätten: Sie sind auch Labore für neues Wissen, Orte des Experimentierens und ein Motor für Innovationen.
Gerade in Zeiten rasanter technologischer Entwicklungen, nachhaltiger Transformation und wachsender wirtschaftlicher Herausforderungen ist die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis entscheidender denn je. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, sich ständig weiterzuentwickeln, neue Marktanforderungen zu antizipieren und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Themen wie Digitalisierung, Ressourcenschonung und nachhaltige Geschäftsmodelle gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung. Universitäten können mit ihrer Forschung, kreativen Ansätzen und frischen Ideen wertvolle Impulse liefern – insbesondere durch den direkten Austausch mit Studierenden und Wissenschaftler:innen.
Wie eine erfolgreiche Kooperation aussehen kann, welche Vorteile sie bringt und wie Unternehmen dieses Potenzial besser nutzen können, darum ging es bei unserem letzten Nachglühen am 19.02.2025, bei dem wir bei der Firma P.F. FREUND & Cie. GmbH in Cronenberg zu Gast sein durften.
P.F. FREUND & Cie. GmbH ist ein herausragendes Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und hat bereits zahlreiche Kooperationsprojekte mit der Bergischen Universität Wuppertal durchgeführt. Beim Nachglühen führten sie uns zunächst durch ihr Unternehmen und gaben uns explizite Einblicke in die Fertigung, Verwaltung und ihre Prozesse. Man merkt, bei FREUND trägt der Team-Zusammenhalt und die Motivation der Mitarbeitenden entscheidend zum Erfolg des Unternehmens bei. Anschließend berichtet Geschäftsführer Daniel Schreiber über ihre Erfahrungen in der Zusammenarbeit im Rahmen einer Abschlussarbeit. Für viele Unternehmen ist der zeitliche Aufwand oder die Schwierigkeit das richtige Match zu finden eine Hürde mit Studierenden zusammenzuarbeiten. Bei FREUND wurde die Zusammenarbeit durch einen Kooperationsgutschein der Neuen Effizienz initiiert. Jana Horst, Absolventin des Strategischen Produktdesign, beschäftigte sich über mehrere Monate intensiv mit dem Produktportfolio des Unternehmens, wurde dabei von den Mitarbeitenden in Prozesse mitgenommen und konnte mit ihrer frischen Perspektive wertvolle Impulse durch ihre Arbeit setzen, von denen FREUND nachhaltig profitiert. Das war jedoch nicht der erste Berührungspunkt mit der Bergischen Universität Wuppertal. Daniel Schreiber präsentierte zahlreiche Werkzeuge, die durch Forschungsprojekte (weiter)-entwickelt wurden. Außerdem ist FREUND aktuell Teil des Verbundprojekts bergisch.kompetenz, in dem mit der Neuen Effizienz, der Bergischen Universität und weiteren Partnern ein Kompetenzzentrum für Kreislaufwirtschaft im Bergischen aufgebaut wird.
Auch Prof. Dr.-Ing. Peter Gust, Prorektor für Third Mission und Internationales, betont in seinem Vortrag wie wichtig die Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist. Für Unternehmen gibt es dafür zahlreiche Möglichkeiten. Anhand verschiedener Bausteine wie dem Deutschlandstipendium, Abschlussarbeiten von Masterstudent:innen, geförderten Projekte und in Auftrag gegebene Forschung, können Unternehmen ihre Prozesse optimieren, auf maßgeschneiderte Innovationen zurückgreifen und sich für die Herausforderungen von morgen wappnen.
Darüber hinaus stellte bergisch.metall und die Neue Effizienz aktuelle Projekte und Angebote für Unternehmen vor, wie beispielsweise die Kooperationsgutscheine vor. Diese helfen Unternehmen und Studierenden zusammenzufinden, eine passende Fragestellung zu entwickeln und begleiten alle Parteien bei dem gesamten Prozess der Abschlussarbeit durch entsprechendes Mentoring. Auch durch die Veranstaltung Circular Insights Days, bei der Studierende über drei Tage hinweg an realen Cases für zirkuläre Lösungen arbeiten, bietet Unternehmen die Chance von jungen Perspektiven zu profitieren.
Durch solche Partnerschaften können Unternehmen wie FREUND nicht nur ihre Ressourceneffizienz und Prozessoptimierung vorantreiben, sondern auch ihre Zukunftsfähigkeit sichern. Die Kooperation zwischen kleinen und mittelständischen Unternehmen im Bergischen Städtedreieck und den Hochschulen ist ein Schlüsselfaktor für nachhaltige Innovationen. Kooperationen wie die von FREUND mit Hochschulen zeigen eindrucksvoll, wie dies möglich ist. So wird der Weg zur zirkulären Wirtschaft nicht nur theoretisch diskutiert, sondern auch in der Praxis erfolgreich umgesetzt.
Sie sind interessiert an unseren Projekten und möchten auch sich auf junge Perspektiven einlassen, die Innovationskraft der Wissenschaft spüren und so Ihr Unternehmen nachhaltig voranbringen? Dann sprechen Sie uns an! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!
*Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts CE:FIRE; gefördert durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021-2027.*