27.10.2023

Energiemanagement als KMU?! – Erfolgreiches Nachglühen bei MOZART

Unser letztes Netzwerktreffen fand bei der Solinger Mozart AG statt. Um den Klingenhersteller zunächst besser kennenzulernen, erhielten die Teilnehmenden eine exklusive Betriebsführung durch die Fertigungsgebäude.

Passend zum Thema Energiemanagement informiete Gastreferent Dr.-Ing. Kevin Kotthaus von der Bergischen Universität Wuppertal über zukünftige Entwicklungen in der Energieversorgung. So wird in Zukunft der Wert von Energie durch verschiedene Faktoren zeitlich und örtlich variieren. Dies erfordert mehr Flexibilität, insbesondere in Nichtwohngebäuden, technischer Steuerung und dynamischen Tarifen (als Anreiz zur Lastverschiebung). Eigenverbrauchte erneuerbare Energie bleibt vergleichsweise kostengünstig und ist daher eine lohnenswerte Investition.

Die praktische Umsetzung des Energiemanagements zeigte uns Rudolf Simon von der Mozart AG. Er berichtete über umfangreiche Investitionen in Energiesparmaßnahmen, insbesondere beim Bau einer Photovoltaikanlage. Betont wurden auch die Herausforderungen wie die Vergleichbarkeit von Angeboten, Brandschutz, Dokumentation des Baufortschritts, frühzeitige Beantragung von Anlagenzertifikaten und Vorabgenehmigungen sowie mögliche Verzögerungen und Mindererträge. Auch hat die MOZART AG die Umstellung von Erdgas auf Stickstoff eingeleitet.

Das Fazit des Treffens: Steigende Strompreise, Volatilität und höhere Preise für CO2-Emissionszertifikate werden uns weiterhin begleiten. Innovative Konzepte sind jedoch der Schlüssel, um die veränderten Bedingungen zu bewältigen und weiterhin Standortvorteile zu nutzen. Nur so kann eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformation der Energiewende sichergestellt werden.

Ergänzend hielten die Teilnehmenden Einblicke in die Zukunft von bergisch.metall und lernten durch Veronika Kowolik die Circular Insight Days kennen. Hier werden für drei Tage Young Professionals und Unternehmen zusammengebracht, um geneinsam Fragestellungen der Circular Economy zu bearbeiten.

Vervollständigt wurde das Nachglühen, wie üblich, durch ein angeregtes Netzwerken bei Snacks und Getränken!

 

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